Eva Luise Köhler beim Festgottesdienst "100 Jahre CBM":

Die Geschichten hinter den großen
Zahlen beeindrucken

Eva Luise Köhler am Rednerpult
Prominente Rednerin: Eva Luise Köhler sagte, dass die CBM stolz auf ihre 100-jährige Geschichte zurückblicken könne.
© CBM
"Wenn die CBM auf die letzten 100 Jahre zurückblickt, dann kann sie das dankbar und mit der richtigen Portion Stolz tun", lobte Schirmherrin Eva Luise Köhler in ihrer vielbeachteten Ansprache am Donnerstagabend (27.11.) in Berlin im Palais am Funkturm. Der Festgottesdienst vor fast 2.000 Besuchern in Berlin war der Höhepunkt des CBM-Jubiläumsjahres 2008.
In seiner sehr persönlichen Predigt berichtete Pfarrer Abbas Schah-Mohammedi, der letzte Täufling Christoffels, von seinem Leben mit Ernst Jakob Christoffel im Iran und davon, wie Christoffel zu den blinden, gehörlosen und anders behinderten Menschen stand. "Als ich bei Christoffel in die Schule ging, waren wir eine Gruppe von rund 25 Kindern und Jugendlichen; überwiegend Blinde, aber auch zwei Beinamputierte, denen Christoffel Krücken gezimmert hatte, die sie unter ihre Arme klemmten. Zwei geistig Behinderte und ein Epileptiker, einer mit einem Klumpfuß", erzählte er. "Christoffel nannte die Behinderten `die Lieblinge des Heilandes´, weil sie am dringendsten Gottes Zuwendung brauchen."
Abbas Schah-Mohammedi bei der Predigt
Authentische Predigt: Abbas Schah-Mohammedi war der letzte Täufling Christoffels im Iran. Nach seiner Predigt war er ein gefragter Gesprächspartner - auch von den Medien.
© CBM / Foto Backofen Mhm
CBM soll Salz und Licht sein
Die Schriftlesung, die Gudrun Lindner, Mitglied des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, übernahm, vertiefte dieses Thema. Die Bergpredigt lädt alle ein, "Gott zu schauen". Jeder könne das "Salz" und das "Licht" der Welt werden. Das lehrte Christoffel und das ist noch immer Ziel der Arbeit der CBM. 
Cornelia Schattat, die Vorsitzende des Missionsrats der CBM Deutschland, und Martin Georgi, CBM-Direktor, übernahmen die Begrüßung. Direktor Reinhold Behr und Helmut Dietrich, ehemaliger Direktor der CBM in der DDR, lasen Psalm 146, der zum Lobpreis Gottes aufruft. Die Fürbitten beteten
  • Domprobst Dr. Stefan Dybowski vom Erzbistum Berlin,
  • Wolfgang Fischer, Chairman CBM International,
  • Ingelore Bernhardt Timmermann, Vorsitzende des Blindenprojekts COALIVI in Chile,
  • Sister Myrna, die Leiterin der Takeo-Augenklinik in Kambodscha,
  • Allen Foster, Präsident CBM International sowie
  • Christiane Hempfling, Mitglied des Missionsrats CBM Deutschland.
Giora Feidmann mit Klarinette
GIORA FEIDMAN: Der Weltklasse-Musiker setzte die musikalischen Höhepunkte.
© CBM
CBM-Freunde warten auf den Gottesdienst
GROSSER ANDRANG: Fast 2000 Besucher sorgten im Berliner Palais am Funkturm für einen würdigen Rahmen des Jubiläums. Wer nicht dabei sein konnte, kann den Gottesdienst am 14.12. um 14 Uhr auf BIBEL TV sehen.
© CBM
Weltklasse-Klarinettist Feidman beeindruckte 
Die beiden Ausnahmemusiker Giora Feidman und Professor Matthias Eisenberg verzauberten die 2000 Gottesdienstbesucher im vollbesetzten Palais am Funkturm von der ersten Minute an. Feidman, der durch seine Kompositionen für "Schindlers Liste" und "Die Comedian Harmonists" auch beim Filmpublikum berühmt wurde, überzeugte mit seiner Klarinette und Eisenberg an der Orgel.
"Gänsehaut-Gefühl" bereitete auch die Lichtmeditation zu dem Wort Jesu "Ich bin das Licht der Welt" von CBM-Botschafter Clemens Bittlinger, das im "Laudate omnes gentes" aus Taizé mündete. Er gestaltete gemeinsam mit dem Afro-Gospelchor des Rats Afrikanischer Christen in Berlin und Brandenburg (RACiBB) einen Teil der musikalischen Untermalung. Unter anderem durften sein bekanntes Segenslied "Sei behütet" nicht fehlen und natürlich das Lied "Hunderttausend Wunder", das er eigens für das Jubiläum der CBM geschrieben hat.
Clemens Bittlinger in Aktion
CBM-BOTSCHAFTER IN AKTION: Zusammen mit David Plüss am Klavier und dem Afro-Gospelchor präsentierte Clemens Bittlinger unter anderem das 100.000-Wunder-Lied.
© CBM
Ein Lied für 100.000 Wunder
Es handelt von einer guten Fee, von der er sich 100.000 Wunder wünscht, doch die stammt aus dem Märchenreich, singt Bittlinger begleitet von David Plüss: "Es wird nichts geschehn, wenn wir nicht gemeinsam mutig daran gehn, dieser Welt zu helfen, besser dazustehn". Das ist der Grund, weshalb Eva Luise Köhler die Schirmherrschaft übernommen hat. "Es sind nicht die großen Zahlen, die mich beeindrucken. Es sind die Geschichten dahinter. Es sind die Wunder, die tagtäglich durch die CBM passieren", betonte sie in ihrer Rede.
Aus demselben Grund rief CBM-Direktor Martin Georgi gegen Ende des Gottesdienstes zur Kollekte für die Arbeit der CBM auf, damit die "100.000 Wunder extra" wahr werden können, die die Hilfsorganisation in diesem Jahr erreichen will, Wunder, wie sie Anita, Rukia und Moses erlebt haben. Die drei Kinder können durch eine Operation am Grauen Star, durch ein Hörgerät und durch Krücken wieder aktiv am Leben teilhaben.
Link: 10 millionen Grauer Star Operationen
Link: CBM Blog
Link: Werde CBM Fan auf Facebook
Link: Gib Deine Stimme gegen Armut
Link: Monatsandacht
Link: Brailleübersetzer
Link: Grauer Star Simulator
Link: Jahresbericht 2009