Pressemeldung zum 19. Mai 2009

Jugend-forscht-Sonderpreis der CBM

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© CBM
BENSHEIM/DUISBURG. Der diesjährige Sonderpreis der CBM "Innovationen für Menschen mit Behinderung" im Rahmen von "Jugend forscht" in Nordrhein-Westfalen wurde an Pascal Boxen (17), Mario Schlawne (16) und Benjamin Schwarz (17)   verliehen. Die Schüler des Mannesmann-Gymnasiums in Duisburg entwickelten eine Ampelerkennung für blinde Menschen.
Sicherheit beim Überqueren von Straßen
Blindenampeln mit Geräuschausgabe sind eine hilfreiche Erfindung, doch leider gibt es sie noch nicht flächendeckend in Deutschland. Das stellten auch Pascal, Mario und Benjamin fest und tüftelten an einer Idee, um die Teilnahme von Blinden am Straßenverkehr dennoch sicher zu gestalten. In Ampeln gibt es LED-Module, die für die verschiedenen Lichtzeichen sorgen. Die Schüler suchten ein Gerät, welches die spezifische Wellenlängen von diesen Leucht-Modulen identifizieren kann, und sie fanden es in zwei handelsüblichen Webcams. Die zum Erkennen der Wellenlängen benötigte Software entwickelten die Duisburger selbst. So gebenn ihre Webcams, wenn die Straße sicher überquerbar ist, dem Träger des "elektronischen Blindenhundes" ein Signal.
Die Erfindung steht erst am Anfang. Bis jetzt ist für den Betrieb noch eine sehr große Recheneinheit notwendig. Das Ziel von Pascal, Mario und Benjamin ist es, ihre Sensoreinheit so zu gestalten, dass sie mobil verwendbar ist. Dazu muss es die Recheneinheit als kleinere Version geben. Dann kann sie in der Jacke untergebracht und das Gerät an der Vorderseite der Jacke angesteckt werden.
Die CBM freut sich über das Engagement der Erfinder, die sich überlegen, wie blinde Menschen mit Hilfe von moderner Technik sicher am Straßenverkehr teilnehmen können und belohnt dies mit ihrem Sonderpreis. 
650 Millionen Menschen mit Behinderungen
Weltweit gibt es über 650 Millionen Menschen mit Behinderungen, die meisten davon leben in Entwicklungsländern. Sie sind viel stärker von gesellschaftlicher Ausgrenzung betroffen als hierzulande, ihre Ausbildungs- und Berufschancen sind denkbar schlecht. Der CBM-Sonderpreis auf Landesebene ist mit 150 € dotiert und zeichnet kreative Ideen und Forschungen aus, die helfen Behinderungen zu vermeiden, behinderten Menschen den Alltag erleichtern und zu mehr Chancengleichheit hier und in den Entwicklungsländern beitragen.
Ziel: selbstständigeres Leben ermöglichen
Die CBM ermöglicht Menschen mit Behinderung in rund 1.000 Projekten weltweit ein selbstständigeres Leben. Medizinische Hilfe, Rehabilitation und Integration in die Gesellschaft stehen dabei im Vordergrund, z.B. durch die Unterstützung von Augenhospitälern, Blindenschulen, Förderprogrammen für Hörgeschädigte und Körperbehinderte.
Nach Landesebene folgt auch auf Bundesebene Prämierung
Nach der Prämierung auf Landesebene haben alle Teilnehmer die Chance, den von der CBM im Rahmen von "Jugend forscht" ausgeschriebenen Bundes-Sonderpreis zu erhalten. Bevorzugt werden innovative Ideen ausgezeichnet, die sich mit den Themen Behinderung und Rehabilitation in Entwicklungsländern auseinandersetzen. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert.
Die CBM ist ein freies Hilfswerk von Christen verschiedener Konfessionen, die der Auftrag verbindet, augenkranken, blinden und anders behinderten Menschen in den armen Ländern zu helfen. 2008 feierte die CBM ihr 100-jähriges Jubiläum.
Kontakt: Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die CBM-Pressestelle: Ulrike Loos (06251 131-192), presse@cbm.de
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