Peter Hämmerle berichtet aus Ketsana
Mit gutem Beispiel vorangehen
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Peter Hämmerle: Seit 1992 für die CBM im Einsatz.© CBM
1992 kam ich nach Baguio-Stadt/ Philippinen, um eine Werkstätte für behinderte Menschen profitabler zu machen. Die Werkstätte bot etwa 25 körperbehinderten Menschen Unterkunft und Auskommen, aber keine Perspektive für die Reintegration. Aus der Anfrage, ob wir neben kunsthandwerklichen Produkten auch Schulstühle herstellen könnten, entwickelten wir ein mittlerweile philippinenweites Netzwerk von Genossenschaften für Menschen mit Behinderung.
Ziel ist die Selbstbestimmung von behinderten Menschen. Mein behinderter Kollege Johnny Lantion war mein treuer Begleiter in diesem sich stets wandelnden Projekt. 1983 hatte sich sein Leben schlagartig verändert. Er arbeitete als Holzfäller, um Geld für den Universitätsbesuch zu sparen. Dabei verletzte ein herabstürzender Baum seinen rechten Fuß schwer. Im Provinzkrankenhaus wurde sein Bein unterhalb des Knies amputiert. Es dauerte drei Jahre, bis er sich mit dem Verlust abgefunden hatte. Zum Glück gab es Menschen, die ihm Mut machten.
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Abaygar schweißt Muttern an einem Schulstuhl fest - obwohl er Achselstützen benötigt.© CBM
Als Experte nach Paraguay
Johnny wurde Vorarbeiter in einer CBM-geförderten Werkstatt für behinderte Menschen. Er baute das Netzwerk mit aus. Seit 1998 leitete er die Geschäfte als Manager. Vor ein paar Wochen ist er nach Südamerika gegangen. Er unterstützt nun als Experte eine CBM-Partnerorganisation in Paraguay beim Aufbau eines Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramms.
Evelyn schöpft Selbstvertrauen
Auch Evelyn Sumacbay ist ein Beispiel dafür, wie behinderte Menschen dank ihrer Arbeit Selbstvertrauen schöpfen. Mit 18 Jahren verlor sie bei einem Unfall ihren rechten Arm. Drei Jahre später akzeptierte sie ihre Behinderung. Sie machte eine Ausbildung zur Buchhalterin und arbeitet nun als Projektleiterin im CBM-Regionalbüro.
Diese Lebensgeschichten können der CBM Impulse geben: Nur wenn wir es schaffen, behinderte Menschen auf allen Ebenen in unsere Arbeit einzubeziehen, können wir dies auch mit Nachdruck von anderen Arbeitgebern verlangen.
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Ein Schweißgerät ist für 150 Euro erhältlich.
Kennwort: Werkstatt










