Jahreslosung 2010

Euer Herz erschrecke nicht!

Porträt von Dr. Rainer Brockhaus
Dr. Rainer Brockhaus
© CBM
Direktor Dr. Rainer Brockhaus leitet seit Oktober 2009 das Ressort Kommunikation und Fundraising der Christoffel-Blindenmission. In seiner Auslegung zur Jahreslosung macht er Mut für die anstehenden Herausforderungen: "Gott selber ist dabei, wenn wir unsere Arbeit tun. Daher brauchen wir bei allen Schwierigkeiten keine Angst zu haben."

Jesus Christus spricht: Euer Herz erschecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! 
Johannes 14,1 (Jahreslosung 2010)

Wenn man die Kraft und Stärke dieses Wortes verstehen will, muss man wissen, in welchem Zusammenhang Jesus das gesagt hat. Im vorhergehenden Kapitel wird über das letzte gemeinsame Mahl von Jesus mit seinen Jüngern berichtet. Es ist eine schwere, emotional hoch belastende Situation für Jesus. Er weiß, dass er von einem seiner Freunde verraten werden wird und er ist sich bewußt, dass keiner zu ihm halten wird. Petrus wird abstreiten, ihn überhaupt zu kennen. 
 
Trotz dieser für Jesus sehr harten Situation denkt er an die Jünger: "Euer Herz erschrecke nicht!" Im Moment der größten Not und Verlassenheit wendet sich Jesus ihnen zu und gibt ihnen Trost – noch bevor die Jünger wirklich verstehen, was passieren wird. Er erklärt ihnen auch gleich, wie sie mit ihrer Angst umgehen können. „Glaubt an Gott und glaubt an mich!“
 
Ich sehe im Jahr 2010 einige Themen auf uns zukommen, die uns Angst machen könnten. Neben den globalen Themen von Kriegen, Klimawandel und Wirtschaftskrise sowie den privaten Fragen zu Gesundheit und Familie gibt es natürlich auch viele Dinge bei der CBM, die mich bewegen.

Mit Rückschlägen und Enttäuschungen umgehen
Von unseren Spendern haben wir ein schwieriges und komplexes Mandat übernommen: Die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung in den Entwicklungsländern. Das allein ist jeden Tag eine neue und große Herausforderung. Aber selbst wenn wir in all unseren Projekten perfekte Arbeit leisten, können wir immer nur einen kleinen Teil der Betroffenen erreichen. Wir müssen auch damit umgehen, dass es Rückschläge und Enttäuschungen geben wird. Bei allem positiven Wirken wird es Situationen geben, in denen wir selber machtlos sind und Erschreckendes hinnehmen müssen. Diese Erkenntnis stimmt traurig und enttäuscht.
 
Der Punkt der Jahreslosung aber ist:
  • Bleiben wir in unserem Erschrecken und unserer Angst stehen?
  • Lassen wir uns lähmen und blockieren?
  • Oder überwinden wir diese Blockade durch den Glauben an Gott und an Jesus?
 
Die einzig richtige Antwort auf das Erschreckende und Angst-machende ist der Glaube. Ohne Glauben wäre das Schreckliche sinnlos. Die Welt hätte kein Ziel mehr.
Im Glauben können wir die unerschrockene Haltung gewinnen, die wir brauchen, um unsere Arbeit zu tun. Denn wir können uns darauf verlassen, dass Gott auf unserer Seite ist.

Gemeinschaft der Hilfe
In diese Unerschrockenheit nehmen wir nicht nur uns selber hinein, sondern genauso auch unsere Spender. Sie vertrauen uns ihre Mittel an und wir als CBM-Mitarbeiter bilden zusammen mit den Spendern eine Gemeinschaft der Hilfe. In dieser Gemeinschaft wissen wir uns getragen und gestützt von Gott. Er selber ist dabei, wenn wir unsere Arbeit tun. Daher brauchen wir bei allen Schwierigkeiten keine Angst zu haben.
 
So können wir nicht nur angstfrei, sondern mutig und erwartungsvoll in die Zukunft blicken. Wir wissen noch nicht, wie das Jahr 2010 sein wird. Aber wir können darauf setzen, dass Gott unsere Arbeit segnen will, wenn wir sie im Glauben an ihn tun.
Dr. Rainer Brockhaus
Link: Geschichte der Plakatkampagne
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