Erdbeben auf Haiti

Wiederaufbauhilfe nach der Katastrophe

Ein Kind vor den Trümmern eines Hauses
© CBM / Grossmann
In Haiti fördert die CBM sieben Projekte, fünf davon allein in Port-au-Prince. 57 einheimische Mitarbeiter der CBM sind in Port-au-Prince tätig. Pro Jahr werden fast 2.000 Menschen mit Behinderungen und rund 140.000 Patienten in den CBM-unterstützten Projekten in der Hauptstadt betreut.

Wenn Projekte der CBM von Katastrophen betroffen sind, wird Hilfe nötig, die über das Übliche hinausgeht. Wo vorher Augen operiert oder behinderte Kinder gefördert wurden, wird nun schnell und unbürokratisch Nothilfe geleistet. Gerade Menschen mit Behinderungen sind in Notsituationen besonders hilflos und Sofortmaßnahmen sind unabdingbar. In der Phase nach der Ersthilfe geht es um langfristige Unterstützung, durch die z.B. betroffene Gebäude wieder aufgebaut und Programme zur Trauma-Bewältigung ins Leben gerufen werden.
Bildergalerien
Bildergalerie "Institut Montfort" (Gehörlosenschule, ehemaliger CBM-Partner)
Zu Bildern aus Haiti (Straßenszenen nach dem Beben)
Links
Radio-Interview des ERF-Mitarbeiters Michael Klein mit CBM-Direktor Dr. Rainer Brockhaus zur Lage auf Haiti.
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Meldungen der CBM
12. Juli 2010: Kindertageszentren geben Hoffnung

Sie mussten miterleben, wie ihre Welt um sie herum zusammenbrach: Mutter und Vater, Oma und Opa, Freunde, Schulkameraden, Nachbarn – auf einmal waren sie nicht mehr da. Die Kinder in Port-au-Prince standen vor dem riesengroßen Haufen aus kaputten Steinen, der genau dort lag, wo früher einmal ihr Haus stand oder sie zur Schule gingen. Manche reagierten apathisch, manche hysterisch. Sie fanden einfach keine Erklärung. Dass die Kinder in der haitianischen Hauptstadt ein halbes Jahr nach dem Erdbeben wieder lachen können, grenzt angesichts all dieser Erfahrungen fast an ein Wunder.

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9. März 2010: Barrierefreier Wiederaufbau
Acht Wochen nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti werden erste Pläne zum Wiederaufbau öffentlicher Gebäude geschmiedet. Vielerorts sind die Trümmer noch nicht weggeräumt, doch bereits bei der Planung von Neubauten wird ein nationales Programm die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen. Das sei mehr als notwendig, sagt der Direktor der CBM, Rainer Brockhaus, denn "durch die Katastrophe könnte die Zahl der Haitianer, die mit einer Behinderung leben müssen, von zuvor 800.000 inzwischen auf nahezu eine Million Menschen angewachsen sein."
18. Februar 2010: Zehntausende dauerhaft Behinderte
Fünf Wochen nach dem verheerenden Erdbeben auf der Karibikinsel Haiti befürchtet die CBM, dass mehrere zehntausend Menschen eine dauerhafte Behinderung davontragen. Allein die vielen Arm- und Beinamputationen, die nach dem Einsturz von Gebäuden nötig wurden, um den Menschen das Leben zu retten, aber auch zu spät behandelte Knochenbrüche und andere schwere Verletzungen sind für die befürchtet hohe Zahl dauerhaft behinderter Menschen verantwortlich.
05. Februar 2010 - Interview mit Ulrike Veismann
Ulrike Veismann ist als Nothilfe-Koordinatorin der Christoffel-Blindenmission nach Haiti gereist. Auf die Frage, was ihr die Kraft und den Mut gebe, im Katastrophengebiet zu arbeiten, meint sie: "Das Ausmaß der Katastrophe ist so unglaublich, man kann nicht wegschauen! Hier braucht es eine neue Solidarität mit den Haitianern in der ganzen Welt, weil das alleine nicht zu schaffen ist!"
01. Februar 2010 - CBM wird Regierungsberaterin
Die CBM steht in Haiti vor einer großen Aufgabe: Zusammen mit Handicap International (HI), einer ebenfalls weltweit arbeitenden Hilfsorganisation für Menschen mit Behinderungen, übernimmt sie im Auftrag der haitianischen Regierung und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Leitung der Unterabteilung „Verletzungen, Rehabilitation und Behinderungen“. Dieser Bereich wurde im Rahmen der Strategie für Gesundheit gegründet, um den vielen Zehntausenden, die aufgrund des Erdbebens eine Behinderung erlitten haben, zu helfen und den Wiederaufbau voranzubringen. Für CBM-Notfall-Koordinatorin Ulrike Veismann, die seit letzter Woche in Haiti arbeitet, ist dies ein großer Vertrauensbeweis in die Arbeit der CBM.
28. Januar 2010 - Interview mit Dr. Martin Ruppenthal
Martin Ruppenthal war einer der ersten Helfer, die nach dem Erdbeben in Haiti Hilfe leisteten. Nach fast 10 Tagen Einsatz kehrte er am Wochenende kurzfristig zurück nach Deutschland.
Ruppenthal ist seit 1995 Mitarbeiter der CBM und derzeit als Regionaldirektor für Südamerika und die Karibik zuständig. Wir unterhielten uns mit ihm über seine Eindrücke und die Pläne, wie die CBM in den nächsten Jahren vor allem den zahlreichen Menschen mit Behinderungen in Haiti helfen wird.
27. Januar 2010 - CBM will Kinder mit Behinderung schützen und stärken
Sie gehören zu den verwundbarsten Opfern des Erdbebens: Kinder mit Behinderungen. Das Beben selber wird viele neue Fälle hervorbringen. Die CBM schätzt, dass auf ein getötetes Kind, drei verletzte kommen. Viele dieser Verletzungen werden durch ihre Schwere und die schlechte hygienische und medizinische Situation zu Behinderungen führen. Dazu kommen die seelischen Wunden und Traumata, die solche Erlebnisse hinterlassen.

21. Januar 2010 -
CBM erwartet drastischen  Anstieg von Behinderungen
Brüche, Amputationen und offene Wunden, die sich entzünden können, und überall Menschen, die das traumatische Erlebnis verarbeiten müssen – die Lage in Haiti ist schrecklich. „Wir bangen um die Menschen mit Behinderungen, die in unseren Projekten unterstützt werden und befürchten einen drastischen Anstieg von Behinderungen unter der Bevölkerung von Port-au-Prince“, sagt CBM-Direktor Rainer Brockhaus.
19. Januar 2010 - "Überlebenswille stärker denn je"
Er hat das Beben überlebt. Augenarzt Dr. Yuri Zelenski, ehemaliger Mitarbeiter der CBM in Port-au-Prince, war am 12. Januar nach Haiti gereist, um wieder einmal an seiner alten Wirkungsstätte, der CBM-geförderten Augenklinik des Universitätskrankenhauses mitzuarbeiten. Die Schreckensstunden, als die Erde schwankte, und das Grauen danach wird er sein Leben lang nicht vergessen.
18. Januar 2010 - Benzin reicht noch für zwei Tage
"Mit anpacken und tun, was gerade am nötigsten ist," so beschreibt Martin Ruppenthal, Regionalbeauftragter der CBM, die derzeitige Aufgabe des CBM-Expertenteams in Haiti. Während Ruppenthal mit der Ausgabe von Wasser und Nahrung beschäftigt ist, hilft CBM-Nothilfekoordinatorin Valérie Scherrer dabei, die vielen Patienten in eine Reihenfolge der Dringlichkeit zu bringen.
14. Januar 2010 - CBM-Expertenteam unterwegs
Ein Tag nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti ist ein Expertenteam der CBM unterwegs in die Krisenregion. Seine Aufgabe ist es, die Nothilfe mit den CBM-Projektpartnern vor Ort zu koordinieren und sich über die Verteilung der Aufgaben mit anderen Hilfsorganisationen abzustimmen. Für diese erste Phase hat die CBM 50.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt.
13. Januar 2010 - "Wir befürchten das Schlimmste"
"Wir befürchten das Schlimmste", sagt Rainer Brockhaus, Direktor der CBM, nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti. "Wir müssen davon ausgehen, dass auch unsere fünf Projekte in Port-au-Prince betroffen sind." Das Beben der Stärke 7,0 hat vor allem die Hauptstadt des Karibikstaates getroffen. 
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