Monatsandacht August 2010 - von Linda Petering
Jesus: nicht Richter, sondern Retter!
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Linda Petering© CBM
Linda Petering arbeitet seit 1991 bei der CBM, seit 2006 im Bereich Projektfinanzierung.
„Auch nach so vielen Jahren bei der CBM macht es immer noch sehr viel Freude, mit Kollegen und lokalen Partnern auf verschiedenen Kontinenten zusammenzuarbeiten mit dem gemeinsamen Ziel, die Situation für Menschen mit Behinderungen zu verbessern und ihnen ein menschenwürdigeres Leben zu ermöglichen."
Jesus Christus spricht: Ihr urteilt, wie Menschen urteilen, ich urteile über keinen!
Johannes 8,15
Johannes 8,15
Jesus richtet sich mit dieser Aussage an die Pharisäer seiner Zeit, die versuchten, ihn anzugreifen und ihm das Handwerk zu legen: "Ihr urteilt, wie Menschen urteilen."
Verurteilung anderer
Wir alle urteilen, beurteilen, verurteilen. Nach unserem Maßstab, unserem Geschmack, unserer Auffassung von gut und richtig. Wir bilden allzu schnelle Vorurteile über Menschen, weil sie ganz anders sind als wir und anders handeln, als wir es tun würden. Mit unserem Urteil legen wir uns auch immer ein Stück weit fest und begegnen den Menschen auf der Grundlage dieser Einschätzung.
Ebenso beurteilen wir Situationen aufgrund weniger Fakten. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass sich eine Situation komplett anders entwickelt als vermutet. Ein Urteil oder ein Vorurteil stellt sich schon bald als eine Fehleinschätzung heraus, da wir eben nicht den Gesamtüberblick haben bzw. den Gesamtzusammenhang sehen, so wie Gott es tut.
Selbstverurteilung
Manche Menschen haben sehr hohe Erwartungen an sich selbst, sie sind perfektionistisch und versuchen mit aller Kraft zu vermeiden, dass ihnen ein Fehler unterläuft. Wenn dies dann geschieht, ist es nicht einmal die Reaktion der Mitmenschen, die sie am meisten schmerzt, sondern die Anklage gegen sich selbst und die Schwierigkeit, sich selbst Unzulänglichkeiten zu vergeben.
Jesus verurteilt nicht
Wie gut und erleichternd ist es da zu wissen, dass Jesus uns nicht verurteilt – egal, was vorgefallen ist.
Jesus begegnete jedem mit großer Offenheit und ohne vorherige Festlegung. Er kam als Hirte auf diese Erde, als ein Freund von Sündern, als ein Erbarmer und als ein Helfer. Dies kommt auch in den Begegnungen mit Menschen zum Ausdruck, die zu seiner Zeit mit großen Vorurteilen zu kämpfen hatten wie z.B. dem Zöllner Levi, der Frau, die seine Füße salbte und einer Ehebrecherin, der er sagte: "So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr."
Jesus verurteilt nicht das Fehlverhalten von Menschen, aber er möchte bei uns eine Umkehr bewirken – vor allem auch im Denken - , dass wir wegkommen von unserer „menschlichen“ Art des voreingenommenen, egoistischen, lieblosen und unbarmherzigen Denkens und Urteilens.
Nicht Richter, sondern Retter
Jesus steht auch seinen Gegnern nicht richtend gegenüber. Er ist nicht zum Richten, sondern zum Retten gesandt, wie es an anderer Stelle heißt (Joh. 3,17). Wie passen da seine manchmal schroffen Reaktionen, seine sehr klaren Worte dazu?
Aufgrund seiner Wesensart dürfen wir davon ausgehen, dass alle Schroffheit seiner Aussagen und Radikalität seiner Worte in Hinblick auf vordergründige, heuchlerische und lieblose Frömmigkeit seiner Zeit nicht aburteilen oder verwerfen will, sondern Menschen von einem Irrweg abbringen und letztlich einladen möchte in eine Beziehung mit Gott, die neue Sichtweisen ermöglicht, auf andere und auf uns selbst.
Linda Petering
Verurteilung anderer
Wir alle urteilen, beurteilen, verurteilen. Nach unserem Maßstab, unserem Geschmack, unserer Auffassung von gut und richtig. Wir bilden allzu schnelle Vorurteile über Menschen, weil sie ganz anders sind als wir und anders handeln, als wir es tun würden. Mit unserem Urteil legen wir uns auch immer ein Stück weit fest und begegnen den Menschen auf der Grundlage dieser Einschätzung.
Ebenso beurteilen wir Situationen aufgrund weniger Fakten. Nicht selten kommt es jedoch vor, dass sich eine Situation komplett anders entwickelt als vermutet. Ein Urteil oder ein Vorurteil stellt sich schon bald als eine Fehleinschätzung heraus, da wir eben nicht den Gesamtüberblick haben bzw. den Gesamtzusammenhang sehen, so wie Gott es tut.
Selbstverurteilung
Manche Menschen haben sehr hohe Erwartungen an sich selbst, sie sind perfektionistisch und versuchen mit aller Kraft zu vermeiden, dass ihnen ein Fehler unterläuft. Wenn dies dann geschieht, ist es nicht einmal die Reaktion der Mitmenschen, die sie am meisten schmerzt, sondern die Anklage gegen sich selbst und die Schwierigkeit, sich selbst Unzulänglichkeiten zu vergeben.
Jesus verurteilt nicht
Wie gut und erleichternd ist es da zu wissen, dass Jesus uns nicht verurteilt – egal, was vorgefallen ist.
Jesus begegnete jedem mit großer Offenheit und ohne vorherige Festlegung. Er kam als Hirte auf diese Erde, als ein Freund von Sündern, als ein Erbarmer und als ein Helfer. Dies kommt auch in den Begegnungen mit Menschen zum Ausdruck, die zu seiner Zeit mit großen Vorurteilen zu kämpfen hatten wie z.B. dem Zöllner Levi, der Frau, die seine Füße salbte und einer Ehebrecherin, der er sagte: "So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr."
Jesus verurteilt nicht das Fehlverhalten von Menschen, aber er möchte bei uns eine Umkehr bewirken – vor allem auch im Denken - , dass wir wegkommen von unserer „menschlichen“ Art des voreingenommenen, egoistischen, lieblosen und unbarmherzigen Denkens und Urteilens.
Nicht Richter, sondern Retter
Jesus steht auch seinen Gegnern nicht richtend gegenüber. Er ist nicht zum Richten, sondern zum Retten gesandt, wie es an anderer Stelle heißt (Joh. 3,17). Wie passen da seine manchmal schroffen Reaktionen, seine sehr klaren Worte dazu?
Aufgrund seiner Wesensart dürfen wir davon ausgehen, dass alle Schroffheit seiner Aussagen und Radikalität seiner Worte in Hinblick auf vordergründige, heuchlerische und lieblose Frömmigkeit seiner Zeit nicht aburteilen oder verwerfen will, sondern Menschen von einem Irrweg abbringen und letztlich einladen möchte in eine Beziehung mit Gott, die neue Sichtweisen ermöglicht, auf andere und auf uns selbst.
Linda Petering










