Presseinformation vom 13. Januar 2010
Erdbeben auf Haiti: CBM befürchtet das Schlimmste
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© CBM/Archiv
Port-au-Prince/Bensheim. "Wir befürchten das Schlimmste", sagt Rainer Brockhaus, Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM), nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti. "Wir müssen davon ausgehen, dass auch unsere fünf Projekte in Port-au-Prince betroffen sind." Das Beben der Stärke 7,0 hat vor allem die Hauptstadt des Karibikstaates getroffen. Der Staat mit fast zehn Millionen Einwohnern gilt als das ärmste Land der westlichen Hemisphäre.
Die CBM fördert seit mehr als 30 Jahren Projekte, wie das Kinderkrankenhaus "Grace Children´s Hospital", das auch eine augenmedizinische Abteilung hat. Außerdem unterstützt die CBM das Programm "Centre d’ Education Speciale" zur Frühförderung und Betreuung von geistig behinderten Kindern. Es gibt in Port-au-Prince mehrere Werkstätten und ein Integrationsprogramm für Kinder aus Elendsvierteln der Hauptstadt. Insgesamt sind 57 einheimische Mitarbeiter der CBM in den Projekten tätig. Sie betreuen fast 2000 Menschen mit Behinderungen und pro Jahr rund 140 000 Patienten in Krankenhäusern.
Wenn Projekte der CBM von Katastrophen betroffen sind, wird Hilfe nötig, die über das "Übliche" hinausgeht. Wo vorher Augen operiert oder behinderte Kinder betreut wurden, wird nun schnell und unbürokratisch Nothilfe geleistet. Gerade Menschen mit Behinderungen sind in Notsituation besonders hilflos. Es bleibt aber nicht bei solchen Sofortmaßnahmen. In der Folge werden beispielsweise betroffene Gebäude wieder aufgebaut und Programme zur Trauma-Bewältigung ins Leben gerufen.
Die CBM wird über ihre Partner vor Ort auch bei dieser Katastrophe helfen und bittet um Spenden unter dem Kennwort "Haiti" auf das Konto 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00).