Voller Tatendrang, erfolgreich, blind
Jörg von de Fenn - Bergsteiger aus Leidenschaft
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Am Salewa-Klettersteig in Bad Hindelang: Der blinde Bergsteiger Jörg von de Fenn
© Jörg von de Fenn
Jörg von de Fenn (40), gebürtiger Krefelder und Wahl-Memminger, ist leidenschaftlicher Bergsteiger. Wenn er von seinen Touren berichtet, können die Zuhörer manchmal kaum glauben, dass er eines nicht kann: sehen. Denn der begeisterte Sportler ist seit seinem 21. Lebensjahr blind.
Erfolgreiche Bergbesteigungen
2009 hat er bereits zwei besonders herausfordernde Gipfel bezwungen: den Kilimandscharo (5895 m, Tansania) und den Elbrus (5642 m, Kaukasus), den höchsten Punkt Europas*. Die Besteigung des nächsten Berges ist bereits in Planung: Im Dezember möchte von de Fenn mit zwei Begleitern den rund 6960 Meter hohen Aconcagua im Grenzgebiet zwischen Chile und Argentinien bezwingen.
"Auch ein Blinder kann alles machen, wenn er die richtige Assistenz hat"
Aber nicht nur sportliche Erfolge sind ihm wichtig. Seit Jörg von de Fenn den schnellsten blinden Langstreckenläufer der Welt und CBM-Botschafter, Henry Wanyoike, kennengelernt hat, bewegt ihn eine weitere Mission: Auf die Lebensumstände von blinden Menschen in Entwicklungsländern aufmerksam machen und um konkrete Unterstützung werben.
Von de Fenns Lebensmotto „Der Blinde kann alles, wenn er die richtige Assistenz hat“ passt genau zu den inklusiven Strategien der Christoffel-Blindenmission, die ein gemeinsames Leben und Lernen von behinderten und nicht-behinderten Menschen fördern wollen.
Sportliche Erfolge
- Besteigung von Großglockner, Dachsteingipfel, Kilimandscharo, Elbrus
- Deutscher Meister der blinden und sehbehinderten Speedskater über 300, 500, 1000 und 2000 Meter
- Deutscher Meister der blinden und sehbehinderten Marathon-Speedskater
*Der Elbrus zählt - je nach Definition der innereurasischen Grenze - zu Europa oder Asien.









